Masterthesis _Simona Schröder | The Amsterdam Centre for Cultural Heritage and Identity
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Finalist at WETTBEWERBE AKTUELL _wa award 2015

Finalist at the BDA-SARP-AWARD 2016
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In aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen kommt zunehmend die Frage nach der kulturellen Identität von Individuen und Gemeinschaften auf. Dabei kann der Begriff kulturelle Identität als Zugeh.rigkeitsgefühl zu einer Kulturgemeinschaft, und dem damit verbundenen Wertesystem, dem Weltbild und der Denkweise, definiert werden. Während Identität häufig verallgemeinernd als homogen und exklusiv proklamiert bzw. propagiert wird, betrachtet die Wissenschaft die Identitätsbildung als einen dynamischen Prozess, wobei eine Pluralität der Zugehörigkeit den Normalfall darstellt. Die Kultur- und Sozialwissenschaften vertreten die Auffassung, dass Individuen zu mehreren kulturellen Feldern zugleich zugehörig sind (z.B. Nationalität, Organisation, Religion, Geschlecht, Generation, Familie, etc). Die Gemeinschaft reproduziert ihre Identität von Generation zu Generation durch ihr Handeln und gemeinschaftliche Erlebte. Durch das Sammeln, Bewahren und Verbreiten materieller und immaterieller Relikte der Vergangenheit, positionieren sich Individuen und Gruppen in Ort, Zeit und Gesellschaft und definieren so ihre Herkunft, Zugehörigkeit und Bestimmung. Materielle Objekte wie Alltagsgegenstände, Monumente und Architektur, und immaterielle Formen des Kulturerbes wie Werte, Ideen und Traditionen sind dabei die essenziellen Bausteine lokaler, nationaler oder transnationaler Identität.
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Directed by _Prof. Matthias Karch with Philipp Reinfeld and Prof. Dr. Martin Peschken